Der Kiribaum – warum ist die Pflanze so besonders?

Der Kiribaum, der oft auch Kaiserbaum genannt wird, kann bis zu 15 Metern hoch werden. Seine Wurzeln reichen tief in die Erde und sind verzweigt. Das ist der Grund, warum die Wurzeln für die Trockenperioden so viel Wasser speichern können. Diese Sorte kann bis zu fünfmal mehr CO2 binden als ein normaler Nutzwald in Deutschland. Im April beginnt der Baum violett zu blühen. Alles duftet in dieser Zeit nach Vanille, sodass die Leute besonders zu dieser Zeit gerne spazieren gehen. Die allerersten Kaiserbäume kann im Jahre 1834 nach Europa, sodass es sich noch um einen relativ neuen Baum handelt. Oft wird der Baum auch als das „Aluminium der Holzindustrie“ bezeichnet, weil das Holz sehr leicht ist. Sehr junge Pflanzen können schon für zehn Euro gekauft werden.

Was ist ein Kiribaum?

Der Kiribaum ist auch unter anderem als Paulownia oder Blauglockenbaum bekannt, von dem es bis zu sieben Arten gibt, die alle in Ostasien verbreitet sind. Der Baum gehört zu den Lippenblütlerartigen und hat somit auffällige Griffel und Staubblätter. Beim Griffel kann man oben eine minimale Öffnung sehen. Darin sind dann die Narben versteckt, die manchmal sogar als „Röhrennarben“ bezeichnet werden. Die Früchte des Baums sind kapselartig mit einem charakterlichen „Toment“.

Die Paulownia ist ein sommergrüner, sowie auch immergrüner Baum, der sich bei tropischen Klimaverhältnissen am wohlsten fühlt. Die Borke ist glatt und besitzt sichtbare Lentizellen, die sich im Laufe der Zeit verstärken.

Lesetipp zum Kiri-Baum!

Warum ist der Kiribaum so gut für das Klima?

Der Kiribaum ist ein Klimabaum und wird als „Blu CO2 Klimabaum“ bezeichnet. Er ist der am schnellsten wachsender Baum in Europa und kann somit viermal so viel klimaschädigendes CO2 Aufnehmen wie Eichen oder Buchen. Dieses spezielle CO2 speichert in Form von Kohlenstoff in seinem besonderen Holz und gibt somit bei der Photosynthese erneut riesige Mengen an Sauerstoff an die Luft zurück. Der Kiribaum ist also ein Klimaretter. Darum müsst Ihr gut auf ihn aufpassen.

Der Kiribaum verträgt als junge Pflanze überhaupt keinen Frost, aber sonst ist er anspruchslos und kann auch Dürreperioden überstehen. Trockenheit ist für die Pflanze also kein Problem, sodass der Kiribaum sich an die Wachstumsbedingungen der Stadt anpassen kann.

Der Klimabaum läuft unter keinem heimischen Gewächs. Vielmehr gilt er als invasive Art, weil er andere Pflanzen verdrängen kann. Somit ist der Klimabaum kein Baum für das Feld oder den Wald. Etwa drei Meter im Jahr kann der Baum wachsen, was das Doppelte von der Eiche darstellt. Die Holzindustrie ist ein absoluter Verehrer vom Kiribaum, da es sich hier um ein sehr hochwertiges Holz handelt. Die großen Blätter binden viel CO2.

Was ist das besondere am Kiribaum?

Das Besondere am Kiribaum ist, dass die Zweige keine Endknospen aufweisen. Die Laubblätter sind zudem gegenständig an den Zweigen angeordnet, die aus einem langen Blattstiel bestehen. Die Blätter können bis zu fünflappig sein und gewellte Blattränder zeigen.

Der Gesamtblütenstand ist ein zylindrischer Thyrsus mit zymösen Teilblütenständen.Die Blüten sind mit ihren fast sieben Zentimetern sehr groß. Oft sind sie fünfzählig und besitzen eine doppelte Blütenhülle. Die Kelchblätter sind beharrt und glockenförmig, die mit den Kelchzähnen verwachsen sind. Die Kronblätter dauen sind dagegen purpurfarben bis weiß und trichterförmig. Die Kornröhre ist teilweise verengt. In der Blütenkrone befinden sich vier Staubblätter, von denen jeweils zwei kürzer und zwei länger sind und nie aus der Krone herausragen. In seltenen Fällen können auch fünf Staubblätter gezählt werden.

Die Kapselfrüchte öffnen sich mit vier Klappen und zeigen viele Samen auf. Die Samen sind klein und besitzen nur wenig Endosperm. Häufig sind sie geflügelt.

Wie komme ich an einen Kiribaum?

Der Kiribaum ist im zentralen und östlichen China heimisch. Drei der Unterarten findet man häufig auch auf Taiwan. Eine der Unterarten kann sogar in Laos oder in Vietnam vorgefunden werden. Die sieben Unterarten sind:

1. Paulownia catalpifolia im Zou Xian (Chinesische Provinz Shandong)

2. Paulownia elongata in den chinesischen Provinzen Hebei, Hubei, Shandong, Shanxi, Shanxii, Anhui und Henan

3. Paulownia fortunei in Laos, Vietnam und Taiwan, sowie in den chinesischen Provinzen Zhejiang, Yunnan, Hubei, Guizhou, Sichuan, Hunan, Jiangxi. Guangdong, Anhui und Fujian

4. Paulownia taiwaniana in Taiwan und in den chinesischen Provinzen Hunan, Guangdong, Zhejiang und Fujian

5. Paulownia kawakamii in Taiwan und in den chinesischen Provinzen Jiangxi, Zheijiang, Hunan, Guizhou, Guingxi, Fujian, Guangdong und Hubei

6. Blauglockenbaum Tomentosa in den chinesischen Provinzen Shanxi, Shandong, Shaanxii, Liaoning, Anhui, Hebei, Jiangxi, Hunan, Hubei und Henan

7. Paulownia tsinlingensis in den chinesischen Provinzen Hubei, Shanxi, Shanxii, Shandong, Sichuan, Henan und Gansu

In Japan, Nordamerika und in Europa wird der Kiribaum als Zier- oder Nutzpflanze verwendet. Verehrt wird dieser Baum aufgrund seines leichten Holzes, der dem Holz des Balsas ähnelt. Für Musikinstrumente, im Möbelbau und als Kernmaterial für Surfboards kann das Holz eingesetzt werden. In Deutschland gibt es sogar ganze Plantagen nur für die Holzgewinnung. Der Kiribaum ist so bedeutend für die Welt geworden, dass auf dem Wappen der Ashikaga-Fürsten ein Kiribaum zu sehen ist.

Den Kiribaum könnt Ihr in Baumschulen kaufen oder in verschiedenen Gartencentern. Manchmal habt ihr sogar die Möglichkeit, den Baum auf Ebay oder Amazon zu bestellen. Der Baum hat so sehr an Beliebtheit gewonnen, dass er mittlerweile überall erhältlich ist.

Auf was müsst Ihr achten?

Der Blauglockenbaum hat einen hohen Lichtbedarf und Konkurrenzschwäche, sodass sich keine anderen Pflanzen in der Nähe befinden dürfen. Der Boden sollte nährstoffreich etwas trocken sein, da der Blauglockenbaum keine Staunässe verträgt. Außerdem mag diese Sorte keinen Schatten und keinen allzu starken wind, sodass der Baum vor Wind von Euch geschützt werden sollte. Als Frostschutz während kalten Zeiten könnt Ihr den Wurzelbereich mit Laub oder Stroh abdecken. Die Triebe sollten zudem mit Wintervlies umwickelt werden. Die Blauglockenblume vertragen einen Beschnitt gut, sodass abgestorbene oder zu dicht stehende Triebe jederzeit entfernt werden können. Wenn der Baum zu groß wird, könnt ihr einen Radikalschnitt durchführen, da er schnell wieder austreibt. Bewässern müsst ihr diese Pflanze nur, wenn es sehr heißt und die Niederschlagsmenge weniger als 550 Millimeter auf den Quadratmeter beträgt.

Welche Funktionen erfüllt der Blauglockenbaum im Ökosystem?

1. Er dient als Schattenspender, da die Blätter bis zu 60 Zentimeter groß werden können

2. Aufgrund des hohen Stickstoffgehalts ist der Baum attraktiv für die Bodenorganismen und sorgt für eine Humusanreicherung

3. Der Baum ist bienenfreundlich, da hier Bienen und Insekten eine tolle Möglichkeit haben, Nektar zu trinken

4. Wie schon oben erwähnt, handelt es sich hier um eine Sorte, die als Schadstofffilter fungiert und für eine gesunde Luftqualität sorgt

Fazit

Der Blauglockenbaum ist nicht nur in der Geschichte und Mythologie heilig, sondern auch für unsere jetzige Zeit. Schon vor 2000 Jahren wurde er für seine Eigenschaften geschätzt und nach der Tochter des russischen Zaren Paul I benannt. Egal ob für das Auge oder für das Ökosystem: Die ganze Welt ist auf die Paulownia angewiesen.

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