Die Zauneidechse

Lacerta agilis = die geschickte Eidechse

Merkmale der Zauneidechse

Die Zauneidechse ist, im Vergleich zu unseren anderen Eidechsenarten, sehr kräftig und „bullig“. Sie erreicht eine Gesamtlänge von ca. 25 cm, wobei wir hier von max. 10 cm Kopf-Rumpf-Länge und max. 15 cm Schwanzlänge sprechen können.

Der Kopf der Zauneidechse ist wesentlich breiter als der Hals, weshalb man hier eine klare Trennung erkennen kann. 

Anders als bei den anderen heimischen Echsenarten variiert die Musterung und Färbung der Zauneidechse sehr stark. Je nach Geschlecht, Alter und Jahreszeit können hier andere Färbungen entdeckt werden.

Während der Paarungszeit zeigen sich viele Männchen in einem giftgrünen „Kleid“. Es wurden schon ältere Exemplare gesichtet, die komplett grün oder auch komplett schwarz gefärbt waren.


Verbreitung und Lebensräume

Das Vorkommen der Zauneidechse beschränkt sich größtenteils auf Mittel- und Osteuropa. Im Süden wird der Verbreitungsraum durch Alpen und Pyrenäen abgesteckt. Im Norden geht es bis Süd-Skandinavien und Bereiche von Irland und Schottland.

Wie alle anderen Reptilien ist auch die Zauneidechse wechselwarme Lebewesen und daher von ihrer Umgebungstemperatur abhängig. Aus diesem Grund bevorzugen sie warme und sonnige Regionen. Anzutreffen sind sie insbesondere in trockenen Gebieten, wie Dünen, Kiesgruben, Bahndämmen und Heideflächen.

Verbreitung und Lebensräume in Kurzfassung:

  • Mittel- und Osteuropa
  • Alpen/Pyrenäen bis Süd-Skandinavien/Irland
  • sonnige Regionen

Lebensweise

Die Mauereidechsen begeben sich zwischen August und Oktober in die Winterruhe. Die Männchen und die Jungtiere kommen ab März wieder langsam aus ihren Verstecken und beginnen mit der Nahrungssuche. Die ersten Weibchen verlassen im April ihre Winterquartiere.

Auf dem Speiseplan der Zauneidechsen stehen Käfer und Larven, Regenwürmer, Ameisen, Heuschrecken und viele weitere Insekten. 

Die Paarungszeit der Zauneidechsen liegt zwischen April und Juni. In sandigen Bereichen werden dann im Juli und August die Eier abgelegt. Hierbei ist die Dauer bis zum Schlüpfen der Jungtiere stark von der Außentemperatur abhängig. 


Gefährdung

Zu den natürlichen Feinden der Zauneidechse gehören selbstverständlich unterschiedliche Vogelarten (Greifvögel und Rabenvögel, aber auch Stare und Amseln), Marder, Fuchs und die Schlingnatter.

Der größte Feind ist allerdings die Zerstörung der Lebensräume. Die intensive Landwirtschaft und Entfernung der wichtigen Randbereiche lässt die Rückzugsgebiete der Zauneidechse immer weiter schrumpfen.

Laut dem Bundesnaturschutzgesetz und den FFH-Richtlinien gilt die Zauneidechse als streng geschützt.

Auf der Roten Liste in Deutschland steht sie mit der Kategorie V auf der Vorwarnliste.

Gefährdung in Kurzfassung:

  • Vögel, Säugetiere, Schlingnatter
  • Zerstörung der Lebensräume
  • Rote Liste = V – Vorwarnliste

Eigene Erfahrungen?

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